"Geschlossen - bin fischen!"

Mick Murphy Aug 2011 River Nore 2 250x147Birgitta ging fischen - Wildlachs-Fischen auf dem Fluss Nore in der Grafschaft Kilkenny im Südosten Irlands, um genau zu sein. Dort konnte sie aus erster Hand miterleben, wie die Fischer den Wildlachs auf sanfte und stressfreie Art mit einer althergebrachten Technik fingen, die auf englisch snapnet-fishing heisst.

Das Foto zeigt Birgitta und Mick Murphy, einem Lachsfischer vom Fluss Nore, in einem typischen, flachen Holzboot, das "Nore Cot" genannt wird.

Snapnet-Fischen ist eine zeitaufwendige Art des Fischfangs, aber sie traumatisiert den Lachs nicht. Ein Netz wird zwischen zwei Booten gezogen, und wenn die Fischer Bewegung im Netz spüren, ziehen sie das untere Ende des Netzes mit einer schnellen Bewegung hoch. Eine sanftere und nachhaltigere Art des Fischens gibt es nicht!

Nach dem Verbot des kommerziellen Lachsfangs mit dem Treibnetz in irischen Gewässern im Jahre 2006 haben die Lachsbestände wieder ein viel gesünderes Niveau erreicht. Aus diesem Grund hat das Inland Fisheries Board an am Fluss ansässige Fischer Fanglizenzen ausgegeben. Diese Lizenzen gelten für kleine (man könnte sagen: homöopathische!) Mengen an Wildlachs und dienen der Bestandspflege: Wenn nach einer Weile die kritische, für den Erhalt der Species notwendige Menge an Lachsen es bis zu dem oberen Flusslauf geschafft hat und Eier gelegt hat, würden diese "Nester" von einer zu grossen Menge an nachfolgenden Lachsen gestört werden.