Algen - Schatz der Meere Teil 2

Algen am Meeresufer
Foto: Ernten von Algen in Dongeal (Quality Sea Veg)

Letztes Mal haben wir Ihnen von Algaran und ihrer Arbeit erzählt. Diesen Monat ist Quality Sea Veg dran. Quality Sea Veg konzentriert sich hauptsächlich auf die Verarbeitung von Algen als ein sehr gesundes Nahrungsergänzungsmittel. Ein Teil der Algen wird gewaschen, getrocknet und abgepackt so wie es ist. Und ein Teil der Algen wird nach dem Trocknen gemahlen und mit Meersalz zu einem perfekten Gewürz gemischt.

Das Ernten von Algen ist eine sehr alte Tradition in Donegal und anderen Teilen Irlands. Manus McGonagle von Quality Sea Veg erzählte uns, wie er in seinen Sommerferien mit seinem Vater und anderen ans Meer ging, um Knorpeltang (Carragheen) und Lappentang (Dulse oder auch Dillisk genannt) zu sammeln und ihn auf den Steinen zu trocknen. Später wurde der getrocknete Tang an den Laden im Dorf verkauft. Diese Tradition wird heute ... Lesen Sie mehr dazu auf unserer Webseite.

Einige interessante Fakten über Algen

Im Jahre 1959 gab es schon einmal die Maul- und Klauenseuche in Europa, und es befiel sehr viele der dafür anfälligen Tiere, die als Folge davon starben. Nur die Tiere, deren Futter Anteile von Algen enthielt, überlebten unversehrt. Der Grund dafür ist, dass Algen eine komplizierte Zuckerart enthält, deren Zellstruktur der der Viren sehr ähnlich ist. Der Virus wird also von den Algenzellen irregeführt und „denkt“, dass der befallene Körper schon mit seinen eigenen zerstörerischen Zellen gesättigt ist, und aufhört, sich zu vermehren.

Etwas ähnliches passiert, wenn der Extrakt einer roten Alge namens Dumontia (Schnurtang) auf Herpes aufgetragen wird. Es verhindert das Wachstum des Viruses, und nach einer Weile stirbt er einfach, weil er sich nicht mehr vermehren kann.

Algen gibt es schon seit ungefähr 3 Milliarden Jahren. Es ist weder eine Pflanze noch ein Tier. Einige Algenarten reproduzieren sich auf sexuelle Weise, bei der männliche und weibliche Fortpflanzungszellen Eier und Spermien produzieren. Andere Arten wiederum vermehren sich asexuell durch Abteilung von der Mutterpflanze. Die abgeteilten Pflanzen sind Klone der Mutterpflanze.