Lebenszyklus des Lachses

Wildlachs im MeerDer Lachs ist ein Wanderfisch, der als einer der wenigen Arten gleichzeitig in Salz- und Süsswasser leben kann. Er wandert zur Fortpflanzung die Flüsse hinauf. Hierbei orientiert er sich mit seinem Geruchssinn und findet mit sehr großer Sicherheit wieder das Gewässer, in dem er aufgewachsen ist. Die Jungen verbringen nach dem Schlüpfen 2-3 Jahre im Süßwasser, bevor sie nach einer weiteren körperlichen Umwandlung in den Atlantik abwandern. Diese körperliche Veränderung ermöglicht ihnen, vom Süsswasser ins Salzwasser umzusiedeln.

Zur Fortpflanzung wandern die atlantischen Lachse im Frühsommer aus dem Meer wieder in ihre Heimatgewässer zurück. Bei dieser Wanderung können sie bis zu 2 m hohe Hindernisse überspringen. Anfang November bis Ende Februar erreichen sie ihre Laichgebiete in den Oberläufen der Ströme und großen Flüsse. Hier schlägt das Weibchen mit seiner Schwanzflosse flache Gruben in den kiesigen Untergrund. Auf diese Weise laicht das Weibchen an mehreren Plätzen ab, wobei die Eier von mehreren Männchen befruchtet werden. Nach dem Laichstress sterben die meisten Elterntiere ab. Weniger als 10 % wandern wieder zurück um im nächsten Jahr eine zweite Laichwanderung zu unternehmen. Eine dritte Laichwanderung können nur weniger als 0,1 % der Lachse durchführen. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach 80 - 210 Tagen. Ungefähr weitere 40 Tage ernähren sich die anfangs ca. 2 cm langen Larven von ihrem großen Dottersack. Die kleinen Junglachse (Parrs) sind leicht mit Bachforellen zu verwechseln. Sie ernähren sich von Bodentieren und Anflugnahrung. Nach 1 - 5 Jahren färben sie sich mehr und mehr silbern und wandern, nun Smolts genannt, in das Meer ab. Im Meer werden sie nach 1- 4 Jahren fortpflanzungsfähig.