Alltagsheld ohne Cape - Lachs-Geschenk bringt unglaubliche Geschichte zutage

Erdbeben 1980 Algerien - Burren SmokehouseDiese Geschichte wird Ihr Herz berühren. Es ist die Geschichte eines Mannes, der jetzt einer ganz normalen Arbeit nachgeht, der aber in der Vergangenheit etwas Aussergewöhnliches getan hat.

Wir haben über Umwege von diesem Alltagshelden erfahren, und die Geschichte kam mit Hilfe unseres Räucherlachses heraus.

David ist ein langjähriger Kunde des Burren Smokehouses, der ursprünglich aus England kommt, aber schon lange in Deutschland lebt. Er übermittelte uns wie immer seine Weihnachts-Bestellung für sich und seine Kollegen. Dieses Mal bat er jedoch um einen kleinen Gefallen, der dazu führte, dass diese wunderbare Geschichte ans Licht kam. Er bat uns, den Karton mit einem bestimmten Lachs darin zu kennzeichnen und die entsprechenden Pakete obenauf zu packen.

Der Grund war einfach: Schon seit Jahren wollte er dem Fahrer des Kurierdienstes ein Paket von unserem Lachs geben, wenn er angeliefert wurde, da dieser Fahrer schon seit gefühlten zwanzig Jahren bei ihm Pakete anlieferte. Aber er hatte nie Zeit, durch alle Kartons zu gehen und das richtige Paket zu finden, bevor der Fahrer wieder wegfuhr. Dieses Mal, so hoffte er, würde er besser organisiert sein und das Paket als Danke-Schön an den netten Fahrer geben können.

Der Plan ging auf - der Fahrer lieferte den Lachs an, David fand schnell den richtigen Karton und gab dem Fahrer seinen Lachs. Der Beschenkte freute sich sehr über diese nette Geste, und die beiden fingen ein wenig an zu reden. Und dies ist die erstaunliche Geschichte des Fahrers.

Im Oktober 1980, während seiner Zeit in der Bundeswehr, wurde seine Kompanie nach Al Asnam in Algerien geschickt, um nach dem schwersten Erdbeben seit den 30er Jahren bei den Rettungsarbeiten zu helfen. Während des Erdbebens, das 7,5 auf der Richterskala erreichte, wurden 3.000 Menschen getötet und weitere 8.000 verletzt. Ganze 400.000 Menschen waren auf einmal obdachlos. Die Zerstörung war so schlimm, dass die ganze Stadt aufgegeben und woanders neu gebaut wurde.

Unser Fahrer/Soldat rettete zwei Kinder und gab ihnen seine eigene Proviantration, die in Bundeswehrkreisen als EPA (Einmann-Packung) bekannt ist. Es ist ein kleiner Karton mit verschiedenen dehydrierten, leichtgewichtigen Nahrungsmitteln, die gut für Einsätze sind. Auf diesen Kartons ist der Name und der Standort des Soldaten vermerkt.

25 Jahre später kamen die beiden "Kinder" - jetzt natürlich Erwachsene - in Paris an. Im Bahnhof sahen sie, dass auf der Anzeigentafel die Abfahrt eines Zuges nach Mannheim angekündigt war. Sie guckten sich gegenseitig an und sagten, "War unser Retter nicht aus Mannheim?!" Spontan warfen sie ihre Pläne über den Haufen und springen in den Zug nach Deutschland.

In Mannheim angekommen gingen sie in das nächste Polizeirevier und baten um Hilfe. Die Polizisten waren sehr entgegenkommend und telefonierten mit allen im Telefonbuch aufgeführten Personen, die den Namen des Retters trugen, bis sie den richtigen Mann gefunden haben!

Sie brachten die beiden Algerier in Kontakt mit ihrem damaligen Retter, so dass sie sich treffen konnten. Der frühere Soldat besuchte sie später sogar in Algerien. Trotz der schwierigen Situation in ihrer Kindheit haben beide eine erfolgreiche Laufbahn eingeschlagen. Einer von ihnen wurde Arzt.

Die Moral von der Geschicht': Das nächste Mal, wenn wir jemandem begegnen, den wir nicht kennen, mögen wir uns daran erinnern, dass Helden nicht immer rote Capes tragen...